Denn unsere Heimat ist im Himmel. (Phil 3,20a)
Für dich: Der verklärte Herr – zeigt, dass alles gut ausgehen wird.
Liebe Freunde!
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass aktuelle Ereignisse weniger dramatisch klingen, als noch vor ein paar Wochen. Unsere Bundesregierung scheint derzeit einen ruhig-konzentrierten Arbeitsstil gefunden zu haben, ähnlich scheint sich in Deutschland eine konstruktive Zusammenarbeit zu entwickeln. Jenseits des Atlantik kommt man drauf, dass der aggressive MAGA-Kurs auch nicht das Gelbe vom Ei ist, und für Ukraine und Gaza scheinen die Pforten für Friedenslösungen zumindest nicht total blockiert. Da gibt's offensichtlich eine Art Wellenbewegung, die, jedenfalls derzeit, auf Beruhigung hinzielt. Und ... dem Papst gehts auch besser😉!
Diese Zeiten machen uns bewusst, was wir sowieso wissen: Das Leben besteht aus Höhen und Tiefen, jedenfalls sollten wir die Hoffnung nicht verlieren, sondern mit noch mehr Zuversicht der Liebe vertrauen, die uns schon längst geschenkt ist. Der zweite Fastensonntag will dazu in der Vorbereitung auf Ostern besondere Hilfe sein:
https://schott.erzabtei-beuron.de/fastenzeit/woche2/SonntagC.htm?datum=2025-03-16&r=1
Wir wissen nicht, was die Apostel im Evangelium genau erlebt haben - die Episode der Verklärung auf dem Berg Tabor wird bei Matthäus, Markus und Lukas durchaus unterschiedlich, aber wieder erkennbar erzählt. Wie soll man beschreiben, dass einem plötzlich ein Licht aufgeht? Daniel Düsentrieb, der Erfinder in den Mickey-Maus-Comics, hat ein kleines Lämpchen, das Rad fährt und bei ihm aufleuchtet, wenn er etwas Neues erfindet. So ein Erlebnis muss das für die Apostel gewesen sein, eines, das sie offensichtlich gleichzeitig hatten. Jesus wird von ihnen für einen kurzen Moment als "auserwählter Sohn" des in der Wolke verborgenen Gottes, bezeugt durch die ganze Tradition Israels, wahrgenommen. Ein wunderbarer Moment, den man festhalten will, der aber "nur" dazu dient, das Folgende mit seinen ganzen Unbegreiflichkeiten auszuhalten.
Wir können die guten Zeiten nicht festhalten - wir können aber Kraft daraus schöpfen, weiter zu glauben, zu hoffen und zu lieben.
Das kann echte Hilfe sein, zu "Pilgern der Hoffnung" im österlichen Licht, oder im Licht der Verklärung auf dem Berg zu werden. Turbulente, aber auch ruhigere Zeiten brauchen diese Persönlichkeiten, die mit und wie Maria dankbar strahlende Leuchttürme🗼 und belebende Shooting-Stars 💫 werden, die der Welt die Hoffnung geben, dass viele von uns das werden wünscht Euch
Euer Pfarrer Dr. Bernhard Mucha